Bei dem Großbrand im Industriepark Ebenthal (im Bezirk Klagenfurt-Land) sind am Donnerstag die Produktionsstätten von zwei Unternehmen völlig vernichtet worden (siehe Foto). Einer der Firmenchefs erlitt bei dem Versuch das Feuer zu löschen eine Rauchgasvergiftung.
Das Feuer war in der Produktionshalle des Rollladen-Herstellers Gatternig ausgebrochen. Die in der Halle gelagerten Kunststoffe sorgten für eine riesige Rauchsäule, die kilometerweit zu sehen war. Trotz des raschen Einsatzes der umliegenden Feuerwehren griffen die Flammen auf den benachbarten Metallbau-Betrieb Lessjak über.
Akute Explosionsgefahr
Die Florianijünger mussten auf Grund der giftigen Dämpfe mit schwerem Atemschutz arbeiten, ein Eindringen in die Hallen war unmöglich. Feuerwehr-Einsatzleiter Josef Matschnig erklärte, es habe zudem akute Explosionsgefahr geherrscht, da in einer Halle Gasflaschen lagerten. Mehrere Flaschen seien bereits detoniert, berichtete er einige Stunden nach Ausbruch des Feuers.
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Erschwert wurde die Arbeit der 150 Feuerwehrleute durch Wassermangel, es gebe viel zu wenige Hydranten, so die Kritik. Daher wurden Tankwagen aus Klagenfurt angefordert.
Der Sachschaden beträgt 900.000 Euro. Kripo-Brandermittler suchen noch immer nach der Ursache für das Inferno.
Ermittler suchen nach Brandursache
„Die Arbeit ist aber gefährlich, weil die Halle einsturzgefährdet ist“, so Kripo-Oberst Christian Martinz. Brandstiftung schließt er vorerst aus: „Laut Feuerwehr waren die Türen verschlossen und mussten erst aufgebrochen werden.“
Vom Großbrand sind die 35 Mitarbeiter der beiden Firmen betroffen. Ersten Aussagen zufolge soll es aber weitergehen und die Produktion wieder aufgenommen werden.
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