6 Mio. Euro kassiert

Rechnungshof kritisiert Birnbachers Provision

Kärnten
08.07.2009 12:08
Der Kärntner Landesrechnungshof übt heftige Kritik an der Millionenprovision, die der Villacher Wirtschaftstreuhänder Dietrich Birnbacher im Zuge des Verkaufs von Kärntner Landesanteilen an der Hypo Group Alpe Adria an die bayerische Landesbank (BayernLB) erhalten hatte. Ursprünglich hätte Birnbacher 12 Millionen Euro bekommen sollen, er verzichtete jedoch nach einem öffentlichen Aufschrei auf die Hälfte seiner Millionengage.

Birnbacher war von ÖVP-Chef Josef Martinz und dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) im Jahr 2007 zur Abwicklung des Millionen-Deals herangezogen worden. Birnbacher ist auch Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater der Familie Martinz.

Erst im Frühjahr 2008 war bekanntgeworden, dass Birnbacher neben einem Fixum von 100.000 Euro eine vom Verkaufserlös abhängige Provision von 1,5 Prozent zugesagt wurde. Auf Druck der Öffentlichkeit verzichtete Birnbacher auf die Hälfte des Geldes, man einigte sich auf ein Brutto von sechs Millionen Euro. "Die prozentuelle Bemessung auch des reduzierten Erfolgshonorars ist nicht nachvollziehbar", wird der Rechnungshof nun laut Medienberichten zitiert.

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