Wirt in Haft

Jugendlicher starb nach 45 Tequilas

Ausland
04.07.2009 18:21
45 Tequilas servierte ein Berliner Gastwirt einem 16-Jährigen im Zuge eines Wett-Trinkens, trank selbst aber hauptsächlich Wasser statt Schnaps. Der Bursch fiel mit 4,4 Promille Alkohol im Blut um und starb fünf Wochen später. Der Wirt muss drei Jahre und fünf Monate in Haft.

"Es tut mir schrecklich leid, ich wusste nicht, wie gefährlich diese Wett-Trinken waren", erklärte der Wirt, der dafür bekannt war, bedenkenlos hochprozentigen Schnaps an sehr junge Gäste auszuschenken, beim Prozess. Er wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Sein Lokal im Stadtteil Charlottenburg wurde geschlossen, er selbst will nie wieder etwas mit Alkohol zu tun haben. 

Als der 16-Jährige nach der unfairen Wette auf dem Boden lag, erkannte der Wirt den Ernst der Lage noch nicht. Er lachte, als einer seiner jungen Stammgäste "Verloren – 44:45" auf den Körper des Komatösen schrieb, und ging weg.

Kronen Zeitung

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