Wie die „Kärntner Krone“ berichtete, sind Patienten und Prüfern der GKK die hohen Kosten des einstigen Kassenarztes aufgefallen. „Er hat bis zu 60 Arbeitsstunden am Tag abgerechnet“, bestätigte auch Direktor Alfred Wurzer. Und auch jetzt, als Wahlarzt, scheint der Neurologe viel fleißiger als alle seine Branchenkollegen.
Bis zu 60 Rechnungen seiner Patienten, die um Kostenersatz ansuchen, trudeln täglich bei der Kasse ein. Jede muss aufgrund der Verdachtslage genau geprüft werden. Denn gegen den Mediziner laufen noch zwei Verfahren: Zum einen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdacht, zum anderen wird demnächst das Schiedsgericht tagen, um über die Höhe des Schadens zu entscheiden. Rund eine Million soll der Neurologe zu viel verrechnet haben. Während in anderen Praxen im Quartal 75.000 Euro üblich sind, waren es bei ihm 275.000 Euro.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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