„Ausgerüstet mit Ferngläsern und Handys ging es auf Bärenjagd. Im „Bärenjäger“-Team dabei: Experte Bernhard Gutleb und Naturschutzreferent Uwe Scheuch. Bis zum ersten Kontakt dauerte es nicht lange: In der Nähe eines Baches entdeckte Gutleb eine frische Bärenspur. Doch eine Nachsuche blieb erfolglos, dabei ist die Chance, „Roznik“ zu sehen, äußerst groß. Gutleb: „Der Braunbär ist einzigartig. Er hat überhaupt keine Scheu vor Menschen, ist tagaktiv und trottet gerne auf Lichtungen und Wiesen herum.“
Bär "jausnet" vor Küchenfenster
Doch uns blieb eine Sichtung verwehrt – leider. Dafür zeigte uns Maria Oschina, wo „Roznik“ in ihrem Gemüsegarten „jausnete“. Seelenruhig und nur 15 Meter von ihrem Küchenfenster entfernt. Anderswo ließ er sich bereitwillig mit einer Handykamera fotografieren und machte mitten auf der Straße im Remscheniggraben „Männchen“ vor einer staunenden Autofahrerin. Erfreut reagieren auch Unterkärntens Jäger auf den zotteligen Besuch, weil „sich die Kurgäste nicht mehr in die Wälder trauen“, schmunzelt Franz Luschin.
Doch seither ist der „Roznik“ verschwunden: „Es gibt keine Peilsignale mehr“, so Gutleb, denn der Braunbär erhielt einen GPS-Sender umgehängt, nachdem er bei Laibach die Artgenossen eines Zoos besucht hatte.
Roznik im Unterkärntner Grenzgebiet vermutet
Kärntens und Sloweniens Bärenprofis vermuten, dass sich Roznik nach seiner 400 Kilometer langen Wanderschaft durch Slowenien in einem Graben im Unterkärntner Grenzgebiet erholt und neue Kräfte sammelt. Gutleb: „Eine GPS-Peilung ist dort jedoch nicht möglich, weil der Sender einen Handyempfang benötigt.“ Jetzt soll der Aufenthaltsort des Bären vom Boden und Flugzeug geortet werden.
von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
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