Bereits am vergangenen Dienstag war italienischen Carabinieri in Uggowitz bei Tarvis ein Autolenker aufgefallen. Als ihn die Beamten anhalten wollten, stieg der Mann auf's Gaspedal und flüchtete. Doch das Auto ließ der vorerst Unbekannte wenig später zurück. "Der Mann flüchtete zu Fuß in die Wälder", so ein Beamter zur "Krone".
Bei der Überprüfung des Fahrzeuges stellten die Ermittler fest, dass der Kleinwagen auf einen 40-jährigen Südtiroler angemeldet ist. Der Mann saß bereits zwölf Jahre lang in einem Gefängnis in Padua, insgesamt sollte er 25 Jahre darin verbringen. Der Südtiroler war wegen Mordes verurteilt worden, 1997 hatte er in Meran auf der Flucht nach einem Bankraub einen Carabiniere erschossen.
Großfahndung bisher erfolglos
Nach Bekanntwerden dieser Details wurde sofort eine Großfahndung in Uggowitz eingeleitet, die blieb bisher allerdings erfolglos. "Möglich wäre, dass der Straftäter sich über die grüne Grenze nach Kärnten abgesetzt hat", so ein Ermittler. Die Fahndung wurde jedenfalls auf Östereich ausgedehnt. Eine Variante, die Gailtaler Polizisten für unwahrscheinlich halten: "Bei einer Flucht zu uns müsste der 40-Jährige über die Karnischen Alpen und dort oben liegt noch viel Schnee. Ohne Skier oder Schneeschuhe hat er keine Chance."
Ebenfalls spurlos untergetaucht sind zwei Einbrecher, die in der Nacht zum Dienstag im italiensichen Sutrio in eine Bar eingestiegen und anschließend in Richtung Kötschach-Mauthen vor den italienischen Polizisten geflohen waren.
von Hannes Wallner ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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