Schüler-Streik

In Kärnten ist es am Freitag ruhig geblieben

Kärnten
24.04.2009 12:43
Während am Freitag in ganz Österreich zehntausende Schüler öffentlich ihrem Ärger Luft gemacht haben, blieb es in Kärnten ruhig. Lediglich die Schüler des AHS-Schulzentrums in Spittal/Drau und jene des Gymnasiums in Völkermarkt (Bild) hielten ihren angekündigten Sitzstreik ab. Auch in Klagenfurt protestierten rund 50 Schüler vor der Landesregierung. "Ansonsten hat unsere Meinung, dass weitere Streiks sinnlos sind, gut durchgegriffen", sagte Dominik Pirker, Landesobmann der Kärntner Schülerunion am Freitag.

"Der Sitzstreik an der Wirtschaftsfachschule in Wolfsberg wurde in letzter Minute abgesagt und die angekündigte Demo am Hauptplatz in Völkermarkt hat auch nicht stattgefunden. In Klagenfurt haben einige Schüler vor der Landesregierung ihrem Ärger Luft gemacht, die sind aber nach ein paar Minuten wieder verschwunden", so Pirker zu den Aktionen am Freitag in Kärnten.

Laut Schülerunion und Landesschulsprecher waren am Freitag in Kärnten keine offiziellen Protestmaßnahmen geplant. Denn es wurde schon am 1. April demonstriert, ein weiterer Streiktag mache keinen Sinn.

Der Landesobmann Pirker schlägt indes vor, dass alle schulautonomen Tage erhalten bleiben und dass die Stunden, die die Lehrer mehr arbeiten mussen und die man in den schulautonomen Tagen unterbringen wollte, als Förderkurse in den Ferien abgehalten werden.

Scheuch will Schulgipfel abhalten
Eine Reaktion auf den noch immer andauernden Streit in der Bildungspolitik, hat es am Freitag auch vom Kärntner Landesschulreferenten Uwe Scheuch (BZÖ) gegeben. Er hat für kommenden Montag einen Schulgipfel angekündigt, in dem die weitere Vorgehensweise in dieser Causa beraten werden soll. Teilnehmen werden alle Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter sowie Vertreter des Landesschulrates.

Scheuch: "Wir werden es nicht zulassen, dass die rot-schwarze Bundesregierung in Wien das Chaos im Bildungsbereich nach Kärnten hereinträgt. Es muss endlich damit Schluss sein, dass auf dem Rücken der Schüler, Eltern, Lehrer und des Tourismus ein monatelanger, unwürdiger Streit ausgetragen wird."

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