Der Siegeszug des Game Boy begann zwar in den Kinderzimmern - aber als er 1989 auf den Markt kam, stürzten sich auch Erwachsene begeistert auf die tragbare Konsole. Denn sie machte Videospiele, wie es sie bis dahin nur für TV-gebundene Geräte gegeben hatte, überall und jederzeit zugänglich. Maßgeblich für den großen Durchbruch des kleinen Game Boy verantwortlich: das Puzzle-Spiel Tetris, dessen Spielprinzip der russische Mathematiker Alexej Paschitnow erdachte.
Erfunden hatte den Handheld drei Jahre zuvor ein 45-köpfiges Team um Gunpei Yokoi aus Nintendos Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Kyoto. Hiroshi Yamauchi, der damalige Präsident des Unternehmens, rechnete damit, 25 Millionen Exemplare des kleinen grauen Spielgeräts verkaufen zu können. Eine Fehleinschätzungen, wie sich herausstellen sollte: Bis heute gingen der Game Boy und seine Nachfolgemodelle weltweit rund 120 Millionen Mal über die Ladentische.
Anpassungsfähiger Überlebenskünstler
Dass der Vater aller Handhelds in der schnell getakteten Videospielbranche so lange überlebt hat, verdankt er seiner stetigen Weiterentwicklung (siehe Infobox). So wandelte er sich 1996 zunächst zum deutlich schlankeren und leichteren Game Boy Pocket; seit 1998 verfügte er als Game Boy Color über einen Farbbildschirm; und das Modell Game Boy Advance, das 2001 erschien, bot den Gamern ebenso viel Rechnerpower wie die TV-Konsolen der ersten Generation. Nach dem Nintendo DS im Jahr 2005 und dem DS Lite im darauf folgenden Jahr erschien im März dieses Jahres – 20 Jahre nach dem ersten Auftritt seines Urahns – mit dem DSi der vorerst jüngste Handheld aus dem Hause Nintendo.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.