Autokauf und Verschrottungsprämie
Der Neuwagenerwerb wird Besitzern eines gebrauchten Kfz derzeit durch die Verschrottungsprämie besonders schmackhaft gemacht. Unter den folgenden Voraussetzungen kannst du dir den Bonus von 1.500 Euro für dein altes Auto holen: Die Zulassung des alten Fahrzeugs muss vor dem 1.1.1996 stattgefunden haben, das Auto muss nach wie vor ein gültiges Pickerl haben und seit mehr als einem Jahr ununterbrochen auf dich gemeldet sein. Die Verschrottung muss über jenen Händler abgewickelt werden, bei dem du dein neues Fahrzeug bekommst. Von ihm erhältst du die Verschrottungsbestätigung, und er kümmert sich um die Beantragung der Ökoprämie. Diese wird dann vom Finanzministerium auf dein Konto überwiesen. Vom Staat sind 22,5 Millionen Euro für die Ökoprämie budgetiert, die Vergabe läuft, solange noch Geld im Topf ist – längstens aber bis Ende des Jahres 2009.
Wie du dein Auto kaufst – also ob Kredit oder Leasing – ist laut Informationen des ARBÖ egal. Du hast auch bei Vorführwagen und Leasingfahrzeugen Anrecht auf die Ökoprämie. Wichtig ist nur, dass das Auto auch bei Leasing-Verträgen auf dich zugelassen wird. Nun musst du dich nur noch für deine optimale Finanzierungsform entscheiden.
Leasing - oder „Ich borge mir ein Auto“
Leasing erfreut sich in Österreich zunehmender Beliebtheit. Fast jedes dritte Fahrzeug wird bereits geleast. Anders als bei einem klassischen Autokauf oder auch der Finanzierung über Kredit bist du beim Leasing jedoch nicht der Eigentümer des Fahrzeugs. Du zahlst dafür, dass du das Auto nutzen darfst, trägst auch das Risiko, aber es gehört der Leasingfirma. Daher eignet sich Leasing immer dann, wenn du regelmäßig neue Autos fahren möchtest und es dir nicht wichtig ist, dass das Fahrzeug auch in dein Eigentum übergeht. Auch ist Leasing dann eine gute Idee, wenn du dein Erspartes nicht zur Gänze aufbrauchen willst.
Die monatlichen Raten können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Einerseits kannst du bei Leasingfahrzeugen eine Anzahlung leisten, die deine monatliche Belastung reduziert. Weiters richtet sich die Rate nach der Laufzeit des Vertrages, sowie der vertraglich vereinbarten Kilometerleistung, die du mit dem Kfz pro Jahr zurücklegst. Auch kommt die Höhe der Rate darauf an, wie viel an Serviceleistung du in das Paket integriert haben möchtest: Kosten für Service, Ersatzteile etc. – willst du diese selbst tragen, wird es günstiger.
Die Sache mit dem Restwert
Zusätzlich spielt der so genannte Restwert eine große Rolle für die monatliche Rate. Während der Laufzeit des Leasingvertrages finanzierst du im Prinzip den Wertverlust des Fahrzeugs. Möchtest du das Auto zum Ende des Vertrags kaufen, dann musst du den verbleibenden Wert dafür bezahlen – den so genannten Restwert. Dieser wird im Normalfall so berechnet, dass er auch dem tatsächlichen Wert des Fahrzeugs zum Laufzeitende entspricht. Je höher der Restwert, desto geringer die monatliche Rate. Am Ende der Laufzeit hast du dann die Wahl, ob du kaufen, oder das Auto zurückgeben möchtest. Beachte jedoch, dass du bei einem hohen gewählten Restwert die Differenz auf den tatsächlichen Wert nachzahlen musst. Das kann dann der Fall sein, wenn du das Auto über Gebühr beansprucht hast, aber auch dann, wenn die Leasingfirma einen zu hohen Restwert angesetzt hat, um mit der monatlichen Rate konkurrenzfähig zu sein. Ein Blick in die Eurotax-Liste schützt dich vor bösen Überraschungen.
Nachdem du das Auto nur nutzt, also nicht der Eigentümer bist, kommt in diesem Fall der ordnungsgemäßen Versicherung besondere Bedeutung zu. Eine Vollkaskoversicherung ist bei den meisten Leasingverträgen während der gesamten Laufzeit Pflicht. Dadurch entstehen dir zusätzliche Kosten, allerdings brauchst du dir im Schadensfall keine Sorgen zu machen. Achte darauf, dass du bei Beantragung der Versicherung bekannt gibst, dass es sich um ein Leasingfahrzeug handelt. Hierbei wird die so genannte „Gap-Klausel“ in den Vertrag mit eingeschlossen, durch welche der Schaden immer zum noch verbleibenden Restwert statt nur zum Zeitwert ersetzt wird.
Autokauf auf Pump
Willst du auch wirklich Eigentümer deines fahrbaren Untersatzes werden, dann ist ein Bankkredit für dich die geeignetere Variante. Du bist für den Autohändler Barzahler und bekommst damit unter Umständen höhere Rabatte, als bei Leasingverträgen. Du bist daher nicht daran gebunden, wie lange du das Auto behalten möchtest, kannst es somit jederzeit verkaufen. Weiters hast du auch keine Kilometerbeschränkung bei der Nutzung, somit bist du als Vielfahrer mit Kreditfinanzierungen besser dran. Auch musst du dein Auto nicht zwingend während der gesamten Laufzeit Vollkasko versichern. Die Kreditkonditionen kannst du in Zusammenarbeit mit deiner Bank und abhängig von deiner Bonität flexibel gestalten, auch sind Teilrückführungen oder eine vorzeitige Tilgung grundsätzlich jederzeit möglich.
In beiden Fällen solltest du Zinsen, Bearbeitungsgebühren und Vertragsmodalitäten gut vergleichen und dir mehrere Angebote einholen. Vor allem die Gesamtbelastung und bei Leasingangeboten der Restwert sollte genau verglichen werden. Achte auch auf versteckte Klauseln im Kleingedruckten, speziell bei Leasingverträgen. Denn hier können Vertragsänderungen während der Laufzeit teuer werden.
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