In fünf Booten!
500 Flüchtlinge auf Insel Lampedusa gelandet
Während der Nacht und im Laufe des Vormittags wurden nach Angaben der Küstenwache rund 350 illegale Einwanderer auf drei Booten vor Lampedusa aufgegriffen. Etwa 40 von ihnen seien dabei in einem Schlauchboot unterwegs gewesen.
Am Nachmittag habe ein Handelsschiff die Behörde dann auf zwei weitere Boote mit jeweils 70 Menschen an Bord aufmerksam gemacht. Der Frachter sei einem der Boote zu Hilfe gekommen und habe über Funk schließlich gemeldet, dass sich an Bord eine Leiche befinde. Näheres wurde zunächst nicht bekannt.
Jedes Jahr sterben Hunderte bei der Überfahrt
Im vergangenen Jahr registrierte Italien an den Küsten insgesamt 36.900 illegale Einwanderer. Die Zahl stieg nach Angaben des Innenministeriums in Rom im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent an. Jedes Jahr sterben im Mittelmeer Hunderte Menschen bei dem Versuch, in nicht hochseetauglichen Schiffen Afrika zu verlassen.
Die Regierung in Rom bestätigte unterdessen, dass ab 15. Mai italienische Schiffe mit libyschem Personal die Küsten Libyens kontrollieren werden, um das Ablegen von Migranten-Booten zu verhindern. Ein italienisches Expertenteam flog nach Tripolis, um die praktischen Aspekte des Projekts zu besprechen.
Italien und Libyen hatten im August vergangenen Jahres ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, mit dem sich Rom verpflichtet, an Tripolis 4,3 Milliarden Euro Entschädigungen für die Kolonialzeit zu zahlen. Dafür hatte sich Libyen zu einer effizienteren Zusammenarbeit zur Bekämpfung der illegalen Migration bereit erklärt.
Symbolbild
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