Keine Genehmigung

Umweltalarm um “giftigen” Kies

Kärnten
10.04.2009 18:55
Durch die unerlaubte Weitergabe von 100 Tonnen bleihaltigem Kies ist ein Energiekonzern in das Visier der Villacher Umweltbehörde geraten. Obwohl der Kies aus der Drau bei Rosegg hätte deponiert werden sollen, wurde er an die Firma "Scheuch Kies" weitergegeben. Der Fall wurde angezeigt, nun ermittelt die Behörde.

Das mit Blei verseuchte Material stammt aus der Gail und der Gailitz und wurde von der "Verbund Austrian Hydro Power" (AHP) im Stausee Rosegg abgesaugt und gelagert. 

"Wir wissen, dass es Bleikontaminationen gibt und das Material daher zu deponieren ist. Es darf nicht weitertransportiert werden", erklärt Isabella Riener von der Abteilung Natur- und Umweltschutz. 

Dennoch hat die AHP 100 Tonnen verseuchten Kies an die "Scheuch Kies GmbH" weitergegeben. "Zu Testzwecken, ob sich das Material zur Weiterverarbeitung eignet", so AHP-Sprecher Florian Seidl. 

Keine Genehmigung
Davon, dass sie 100 Tonnen Kies gratis zu Testzwecken bekommen haben, wissen Landesrat Uwe Scheuch und dessen Frau, die die Firma betreibt, jedoch nichts. "Wir haben den Schotter gekauft. Als wir erfahren haben, dass es keine Genehmigung gibt, wurden die Transporte sofort eingestellt." Die Ermittlungen der Villacher Behörde laufen. 

von Thomas Leitner (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
10.04.2009 18:55
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung