"Dass die Lehrergewerkschaft nun sogar die PIRLS- und PISA-Studien boykottieren will, um das Problem des schlechten Abschneidens österreichischer Schulkinder im internationalen Vergleich quasi durch Ignorieren aus der Welt zu schaffen, ist der Gipfel", meinte IV-Präsident Otmar Petschnig.
Risikoschüler statt Spitzenschüler
Die Qualität des Bildungssystems gehöre zu den wichtigsten Standortfaktoren. Daher dürfe nicht länger akzeptiert werden, dass Österreichs Schulsystem laut einschlägigen Bildungstests im Verhältnis zu anderen OECD-Ländern überdurchschnittlich viele Risikoschüler und unterdurchschnittlich viele Spitzenschüler hervorbringe.
Monika Kircher-Kohl, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG und Vizepräsidentin der IV Kärnten, forderte dringend die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion in Sachen Schulreform. Ein Mehr von zwei Unterrichtsstunden pro Woche für Lehrer sei "ein moderater Beitrag zur Erhöhung des Spielraums für innovative Maßnahmen", meinte Kircher-Kohl. Die Idee, älteren Lehrkräften vermehrt Altersteilzeit anzubieten, die dann aufgrund des höheren Gehalts doppelt so viele Stunden von jüngeren Lehrern finanzieren könnten, sei jedenfalls ein konstruktiver Vorschlag.
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