Ein lange schwelender Konflikt ist am Mittwochnachmittag in der Orthopädie am Landeskrankenhaus Klagenfurt eskaliert. Acht der insgesamt zehn Mediziner kündigten im Anschluss an eine Krisensitzung. Zwischen Primarius Matthias Honl und seinem Ärzteteam hatte es schon länger eine Missstimmung gegeben. "Die Ärzte meinen, dass es unter Honl keine gedeihliche Entwicklung der Abteilung mehr geben kann", erklärte Zentralbetriebsobmann Arnold Auer.
Schon vor Wochen hatten die Ärzte ihrem Vorstand vorgeworfen, Kunstfehler gemacht zu haben. Der Primarius wiederum meinte, sein Team würde die Patienten verunsichern. Letztendlich wischte ein Gutachten den Kunstfehler-Vorwurf zwar vom Tisch, die Frage des Stils der Mitarbeiterführung Honls blieb bis zuletzt offen.
Die Sitzung am Mittwochnachmittag hätte eine Klärung der verzwickten Lage bringen sollen, der Wunsch des medizinischen Direktors Thomas Koperna nach einer Entschuldigung der Ärzte bei Honl, hätte die Lage jedoch offenbar eskalieren lassen. "Das hat jetzt der medizinische Direktor alleine zu verantworten", meinte Auer.
Maßnahme gegen Personalmangel vonnöten
Koperna selbst ließ in einer Aussendung wissen, dass er nun plane, die bereits seit zehn Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Sanatorium Althofen (Bezirk St. Veit) zu intensivieren, um einem möglichen Personalmangel vorzubeugen.
"Ich gehe davon aus, dass neben dem Abteilungsvorstand am Donnerstag noch ein Oberarzt auf der Orthopädie ist", sagte Auer. Derzeit sind der Abteilung auch noch drei Turnusärzte zugeteilt.
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