Täter "jubeln"

Polizei kann DNA-Tests oft nicht auswerten

Kärnten
27.03.2009 21:02
Verbrecher haben in Kärnten gute Chancen, nicht erwischt zu werden. Nicht nur wegen verunreinigter DNA-Wattestäbchen, die die Polizei auf falsche Spuren führen. Die Ermittlungen werden obendrein noch erschwert, weil viele sichergestellte Spuren gar nicht ausgewertet werden - und zwar aus Spargründen!

Täglich gibt es in Kärnten Einbruchsalarm. An jedem Tatort werden zumindest zwei bis drei DNA-Proben genommen. Bei Gewaltverbrechen können es sogar an die 20 Proben sein.

Bei den zahlreichen Delikten, die jährlich in Kärnten verübt werden, sammeln sich schnell zahlreiche Beweismittel an. Doch lediglich 162 DNA-Proben dürfen Kärntens Kriminalisten zur Auswertung an die Gerichtsmedizin in Innsbruck schicken. "Heuer ist unser Kontingent schon fast aufgebraucht", so ein Ermittler.

Spuren werden oft nicht ausgewertet
Für Einbruchsserien oder schwere Delikte habe das Innenministerium zwar noch Reserven. Die würden aber österreichweit aufgeteilt. Der Polizist: "Spuren, die bei geringeren Delikten sichergestellt werden, haben kaum eine Chance, ausgewertet zu werden.

Doch nicht nur in Kärnten wird bei DNA-Tests gespart. Im Burgenland dürfen heuer 94 Proben ausgewertet werden. In der Steiermarkt sind es 348.

von Hannes Wallner, Kärntner Krone

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