"Tragischer Tag"
Mann erschießt vier Polizisten in den USA
Der Schütze war auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden, wurde aber wegen Verletzung seiner Bewährungsauflagen gesucht. Er saß zuvor wegen eines bewaffneten Überfalls in Haft und hatte zum Tatzeitpunkt am Samstag mehrere Waffen bei sich.
Blutvergießen bei Verkehrskontrolle
Das Blutvergießen hatte am Samstagmittag mit einer Verkehrskontrolle begonnen. Nach Polizeiangaben hielten zwei Motorrad-Polizisten einen Verdächtigten in seinem Fahrzeug an. Der Mann sei ausgestiegen und habe das Feuer eröffnet, danach sei er geflüchtet. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Ein anonymer Anrufer teilte den Beamten mit, dass sich der Mann möglicherweise in einem nahen Wohnhaus verbarrikadiert habe.
Ein Sondereinsatzkommando stürmte das Haus, wo sich der 27-Jährige in einem Schrank versteckt hielt, berichtete der "San Francisco Chronicle". Er habe mit einem Gewehr durch die Tür auf die Polizisten geschossen und zwei von ihnen tödlich verletzt. Bei dem Schusswechsel sei er selbst getötet worden. Augenzeugen verglichen die Aktion mit einer Szene wie aus dem "Wilden Westen". Fußgänger hätten sich auf den Boden geworfen und hinter geparkten Fahrzeugen Schutz gesucht.
Schlimmster Polizistenmord seit 1970
Es war der schlimmste Polizistenmord in Kalifornien seit 1970, als vier Autobahnpolizisten nahe Los Angeles im Kugelhagel eines Mannes starben, der zuvor Autofahrer mit Waffen bedroht hatte. Oakland, eine Nachbarstadt von San Francisco, ist für seine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate bekannt. "Schüsse sind hier nicht ungewöhnlich", sagte ein 23 Jahre alter Nachbar, der die Schüsse gehört hatte, der "Times". "Ich fühle mich hier nicht sicher, denn jeder könnte auf einen schießen", erklärte der Mann.
Im Jänner war die Polizei in Oakland wegen eines schlagzeilenträchtigen Falls von Polizeibrutalität unter Beschuss geraten. Die Tötung eines unbewaffneten Afroamerikaners durch einen weißen Beamten führte zu Protesten, Ausschreitungen und dem Ruf nach einer gründlichen Untersuchung des Vorfalls. Passanten hatten den Vorfall mit Handy-Kameras aufgenommen. Der Polizeibeamte steht nun wegen Mordes vor Gericht.
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