Koloini, der sich nicht schuldig bekannte, bestritt, Canori jemals um eine derart hohe Geldsumme gebeten zu haben. Er räumte zwar ein, dass ein Gehaltsvorschuss Thema gewesen sei, aber nie in der kolportierten Höhe. Auch habe er gegenüber dem Präsidenten nie behauptet, dass ein Spieler Geld benötigen würde. Der in den Gerüchten genannte polnisch-deutsche Fußballprofi Adam Ledwon konnte vor Gericht keine Stellungnahme mehr abgeben. Er hatte Anfang Juni 2008 den Freitod gewählt.
"Vielleicht hat Canori sich vertan"
Allerdings sei in anderen Zusammenhängen über Summen in der Größenordnung von 50.000 Euro gesprochen worden, beispielsweise für einen Spielertransfer. "Vielleicht hat Canori sich vertan, ich weiß es nicht", mutmaßte Koloini.
"Er wollte einen Gehaltsvorschuss in der Höhe von 50.000 Euro. Warum, hat er mir nicht erklärt", behauptete hingegen Canori. Die Bitte habe er jedoch abgelehnt. Die Frage, ob Koloini erwähnt hätte, das Geld zur Begleichung von Spielerschulden zu benötigen, verneinte Canori. Er wisse aber, dass dieses Gerücht nach dem Gespräch aufgetaucht sei.
Der Prozess endete schließlich mit einem Freispruch. "Da wurden Gerüchte genährt, die heute niemand mehr wahrhaben will", sagte Richter Gerhard Pöllinger. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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