SPÖ berät Zukunft

Rohr und Kaiser als Landesräte im Gespräch

Kärnten
05.03.2009 20:03
Über alles soll bei der SP-Klausur am Wochenende geredet werden - das heißt über Posten, Geld und den künftigen Kurs. Personell scheint alles beim Alten zu bleiben: Reinhart Rohr soll die Partei konsolidieren und mit Peter Kaiser wieder in die Regierung einziehen. Nach den Lobeshymnen zu schließen, die BZÖ-Chef Uwe Scheuch über Kaisers Qualitäten als Gesundheitsreferent singt, dürfte ihm dieses Referat sicher sein. Wohl auch, weil sich kein Oranger um die Verantwortung für die Milliarden-Baustelle LKH neu reißt.

Außerdem herrscht bei den Genossen nicht wirklich ein Gedränge um den Chefposten. Bisher zeigte nur der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer Interesse. Der St. Veiter Gerhard Mock winkt ab: "Ich muss mich um meine Stadt kümmern." Bei der Klausur fordert er einen Kassasturz: "Es weiß ja keiner, wie viel die Partei wirklich Schulden hat." 

SPÖ tendiert in Richtung Opposition
Bleibt der Richtungsstreit: Mit oder gegen das BZÖ? Das verspricht Dramatik. Die Tendenz geht in Richtung Opposition, das könnten aber sehr harte Jahre für die SPÖ werden. 

Kommt die Regierung so zustande, wie es derzeit aussieht, gibt es ein Novum: Als einzige Landesregierung in Österreich wäre sie ein reiner Männerverein. 

Auch in Kärnten wäre ein so einseitiges Kabinett neu. Seit 1990 Genossin Karin Achatz als Sozialreferentin angelobt wurde, gab es immer ein weibliches Regierungsmitglied. Von 1994 bis 1999 sogar zwei: Neben Achatz saß Elisabeth Sickl für die FPÖ in der Regierung. 

1999 kam dann die spätere SP-Chefin Gaby Schaunig, nach deren Rücktritt vergangenes Jahr Nicole Cernic. 

Wird Mölzer neuer FPÖ-Chef in Kärnten?
Auch die Kärntner FPÖ stellt am Wochenende die Weichen für ihre personelle Zukunft. Da gibt es gleich drei Anwärter für die Nachfolge von Obmann Franz Schwager. Dieser sähe gerne seinen geschäftsführenden Obmann Harald Jannach auf diesem Posten. Bundesparteichef Heinz Christian Strache plädiert dagegen trotz der Wahlniederlage für Mario Canori. Der wäre dazu bereit, will sich in die Diskussion aber nicht einmischen.

Dafür meldet sich der Partei-Ideologe Andreas Mölzer zu Wort, der Canori eine "sachliche und kompetente Art" attestiert, gleichzeitig aber nicht ausschließt, selber Obmann werden zu wollen. 

Petzners Zukunft ungewiss
Beim BZÖ weiß derzeit eigentlich nur Wahlkampf-Leiter Stefan Petzner nicht so recht, wie es weitergehen soll. Sein Dienstvertrag als Mitarbeiter im Büro des Landeshauptmannes endet mit Ende März. Wahlkampf steht in Kärnten für längere Zeit keiner mehr an.

In der Landesregierung zu versauern, dürfte nicht das Lebensziel Petzners sein, auch wenn er sich schon Sorgen macht, ob er den Sensationserfolg seiner Kampagne für das BZÖ-Trio noch toppen kann.

Auszüge aus der Politik-Serie "Inoffiziell" von Waltraud Dengel, Kärntner Krone

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