Schon vor Weihnachten wurden in Ferndorf 28 Mitarbeiter "abgebaut". "Da hieß es, das sei für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nötig", berichtet Bürgermeister Andreas Staber, der glaubte, mit der ersten Kündigungswelle sei es vorbei.
Die Geschichte seiner Gemeinde ist eng mit der des ehemaligen Heraklith-Werkes verbunden. Schon anno 1924 lief dort die erste Baustoffplatte vom Band, in Spitzenzeiten waren mehr als 700 Menschen beschäftigt.
109 Jobs wackeln
Mittlerweile schrumpfte der Personalstand auf 250; Tendenz fallend. Staber: "Es wird eine Arbeitsstiftung gegründet, die Härtefälle abfedern soll. Aber vermutlich verlieren 109 Bürger ihren Job." Für die Gemeinde sei das eine "einzige Katastrophe. Wo sollen denn neue Arbeitsplätze herkommen?"
Er appelliert an die Knauf-Führung - die für eine Stellungnahme nicht erreichbar war - das Know-how nicht in den Osten auszulagern, sondern in Ferndorf ein Kompetenzzentrum einzurichten: "Die Leute sind Experten in dem Bereich. Warum all ihr Wissen verfallen lassen, statt eine Tradition fortzusetzen?"
von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone
Symbolbild
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