Odyssee

Polizist fordert Schmerzensgeld von Asylwerber

Kärnten
24.01.2009 13:41
Für die Grünen sind die von der Saualm geflüchteten Asylwerber harmlose und dankbare Flüchtlinge. Für den Kärntner Polizisten Revierinspektor L. stellt sich die Lage gehörig anders dar. Der Beamte wurde von einem Saualm-Kasachen durch Tritte in den Unterleib schwer verletzt. Ebenso eine Kollegin des Polizisten.

Der 28-jährige Vladimir Y. aus Kasachstan rastete im Vorjahr auf dem Polizeiposten St. Kanzian völlig aus. Er trat Revierinspektor L. mehrmals in den Unterleib, schlug auf eine Polizistin ein, rannte mit dem Kopf gegen weitere Polizisten. Inspektor L.: "Ich war 13 Tage im Krankenstand." Für die Tat setzte es fünf Monate bedingte Haft gegen den Kasachen. 

Dann begann für L. eine Odyssee. Basierend auf der Verurteilung, wollte der Polizist Schmerzensgeld vom Kasachen. "Von den Grünen erhielt ich allerdings eine falsche Adresse, was ein Verstoß gegen das Meldegesetz war." Wochenlang musste der Anwalt des Polizisten recherchieren, ehe dieser Tage der Aufenthaltsort des gewalttätigen Asylanten endlich ausfindig gemacht werden konnte.

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

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