Duma-Politiker tot

7 Tote bei Heli-Absturz mit Regierungsvertretern

Ausland
11.01.2009 17:22
Beim Absturz eines Hubschraubers in Sibirien sind sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Mitarbeiter von Russlands Staatschef Dmitri Medwedew. Bei dem Unglück im Altai-Gebirge seien Medwedews Repräsentant in der Duma, Alexander Kosopkin, und sechs weitere Insassen getötet worden, sagte am Sonntag der Gouverneur der Region. Vier Überlebenden gelang es, nach einem Marsch durch Eiseskälte Hilfe zu holen.

Sieben Menschen seien unmittelbar bei dem Hubschrauber-Absturz in der Nähe der Grenze zu Kasachstan ums Leben gekommen, sagte Gouverneur Alexander Berdnikow der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Neben Medwedews Duma-Repräsentant Alexander Kosopkin befindet sich einer Sprecherin der örtlichen Behörden zufolge auch der Vize-Chef von Medwedews Abteilung für innere Angelegenheiten, Sergej Livischin, unter den Todesopfern.

Zu den Überlebenden des Absturzes gehören der Vize-Regierungschef der Altai-Region, Anatoli Bannich, sowie der Pilot des Hubschraubers. Zusammen mit zwei weiteren Überlebenden war es ihnen bei Temperaturen von minus 40 Grad gelungen, etwa 40 Kilometer weit durch verschneites Bergland zu laufen und ein paar Wachen an der Grenze zu Kasachstan zu verständigen. 

Motorschaden vermutlich Unglücksursache
An Bord des Hubschraubers des Luftfahrtunternehmens Gazpromavia, einer Firma des Energieriesen Gazprom, befanden sich nach amtlichen Angaben acht Vertreter der russischen und der regionalen Regierung, die einen Jagdausflug machten. Außerdem flogen drei Besatzungsmitglieder mit. Der Kontakt zu dem Hubschrauber war am Freitag abgebrochen. Das Wrack und die Todesopfer wurden jedoch erst am Sonntag entdeckt, wie das Katastrophenschutzministerium in Moskau mitteilte. Bannich zufolge sei während des Fluges der Motor des Hubschraubers ausgefallen.

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