17 Jahre im Koma
Eluanas Vater verklagt jetzt die Lombardei
Die Familie will beim Verwaltungsgericht in Mailand Klage gegen die Region Lombardei einreichen, die allen Krankenhäusern auf ihrem Gebiet verboten hat, Eluana in den Tod zu begleiten. Damit behindere man Eluanas Vater bei der Ausübung eines Rechts, das ihm vom Kassationsgericht - dem italienischen Höchstgericht - mit einem im November gefällten Urteil zugesprochen worden sei, betont Vittorio Angiolini, Rechtsanwalt der Familie Englaro.
Beppino Englaro, der Vater Eluanas, wartet noch auf einen Beschluss eines Krankenhauses in Udine, das demnächst entscheiden muss, ob es die seit 17 Jahren im Koma liegende Patientin aufnehmen will, damit dort die künstliche Ernährung abgebrochen werde. "Ich kann nur auf den Beschluss warten", kommentierte Beppino Englaro.
Seit zehn Jahren erbitterter Kampf
Die Familie Englaro kämpft seit über zehn Jahren auf juristischem Weg, um die künstliche Ernährung für Eluana zu beenden. Im November erhielt Beppino Englaro vom Kassationsgericht, der letzten Instanz im italienischen Justizwesen, die Genehmigung, die künstliche Ernährung abzubrechen. Arbeits- und Sozialminister Maurizio Sacconi schaltete sich jedoch im Dezember ein und verbot allen öffentlichen und privaten Krankenhäusern in Italien die künstliche Ernährung für Eluana abzubrechen. Eluana Englaro liegt seit einem Autounfall vor rund 17 Jahren im Koma.
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