Sorge um Verluste

Rauchverbot: “Zwei Jobs pro Café in Gefahr”

Kärnten
08.01.2009 15:01
Noch sind die meisten Kärntner Wirtsleute unschlüssig, wie sie das neue und etwas löchrige Nichtraucherschutzgesetz umsetzen sollen. Denn die Entscheidung, rauchfrei zu werden, kann viel Geld kosten. "Wir rechnen damit, dass in einem Klagenfurter Café übers Jahr zwei Arbeitsplätze verloren gehen", so ein Experte.

Mag. Guntram Jilka von der Kärntner Wirtschaftskammer hat sich's ausgerechnet: "In einem durchschnittlichen städtischen Kaffeehaus muss man sich auf 18 bis 25 Prozent Umsatzeinbußen gefasst machen. Das sind zwei Arbeitskräfte." 

Kleine Lokale bleiben großteils Raucherlokale
Betroffen sind ja vor allem Gaststätten mit über 50 Quadratmetern, die getrennte Bereiche anbieten sollten. Kleinere Lokale dürfen sich entscheiden. Und wofür, ist in Kärnten klar: "80 Prozent bleiben Raucherlokale", weiß Jilka, der mit seinen Experten bereits an die 1.200 Beratungen über das neue Gesetz durchgeführt hat. 

70 Prozent der Wirte befürworten Regelung
Die Akzeptanz ist übrigens größer als erwartet: "70 Prozent der Wirte sagen, besser diese Regelung mit getrennten Arealen als ein generelles Rauchverbot." Das übrigens in "öffentlichen Bereichen" gilt; und dazu zählen auch Einkaufszentren wie die Klagenfurter City Arkaden.

Kein Rauchen in Einkaufszentren
Manager Ralph Teuber: "In der Mall selbst gibts keine Zigaretten mehr! Daran müssen sich die Gäste jener Lokale halten, die in den Gängen Sitzflächen anbieten." In den Cafés selbst darf derzeit geraucht werden. Teuber: "Der Rauch könnte zwar nach außen ziehen, aber das ist eine Grauzone, um die sich die Wirte kümmern müssen."

Von Kerstin Wassermann, Kärntner Krone

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