Auto angezündet
Brandanschlag auf Synagoge in Südfrankreich
Die Ermittler suchen nach "mindestens" drei Verdächtigen, die für den Anschlag in einem Vorort der südfranzösischen Stadt verantwortlich sein könnten. Etwa zehn Meter von dem Brandanschlag entfernt stand laut Staatsanwaltschaft Toulouse ein weiteres Fahrzeug mit unbenutzten Brandsätzen. Zwei weitere Brandsätze wurden im Hof der Synagoge gefunden, in der sich zur Zeit des Anschlags vier Menschen aufhielten.
Regierung verstärkt Sicherheitsmaßnahmen
Auch wenn es kein Bekennerschreiben oder klare Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Konflikt um den Gazastreifen gibt, kündigte die Regierung an, die Sicherheitsmaßnahmen um Gotteshäuser zu verstärken. Innenministerin Michele Alliot-Marie zeigte sich "besorgt" wegen des Konflikts im Gazastreifen. Sie wolle verhindern, dass die dortige Gewalt "importiert wird" und kündigte Gespräche mit Vertretern von Muslimen und Juden an.
"Folge der Bilder, die aus Gaza kommen"
Die Vertreterin der Palästinenser bei der EU, Leila Chahid, verurteilte den Anschlag. Er sei aber wohl "eine Folge der Bilder, die aus Gaza kommen". Wegen des Konflikts waren in den vergangenen Tagen in Frankreich Tausende Menschen auf die Straße gegangen: Am Samstag nahmen 20.000 bis 25.000 Menschen in Paris an einer Kundgebung gegen die israelische Offensive teil; mehrere tausend demonstrierten am Sonntag für Israels Recht auf "Selbstverteidigung".
In Frankreich lebt mit fünf Millionen Muslimen die größte muslimische Gemeinde Europas; gleichzeitig gibt es mit 500.000 bis 600.000 Menschen die stärkste jüdische Gemeinde in der EU.
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