"Personal-Opfer"

Hypo-Vorstand Morgl geht

Kärnten
31.12.2008 14:24
Die Swap-Affäre bei der Kärntner Hypo Group Alpe Adria hat nun ein weiteres personelles "Opfer" gefordert. Vorstand Thomas Morgl, der sich im November beim Bilanzfälschungsprozess rund um die Swaps in Klagenfurt schuldig bekannt hat, verlässt mit 31. Dezember 2008 den Vorstand der Hypo. Er soll künftig als Berater für die Hypo und deren Mehrheitseigentümer, die Bayerische Landesbank, tätig sein.

Es sei der besondere Wunsch von Hypo-Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Kemmer gewesen, Morgl als Berater innerhalb der BayernLB-Gruppe zu halten, war aus der Umgebung Morgls in Wien zu hören. Der 40-jährige Morgl ist seit langem im Bankbereich tätig. 

Für die BA/CA war er in Rumänien aktiv, danach wechselte er zur Erste Bank. Vor seinem Wechsel in den Vorstand der Hypo Anfang 2004 war er als Leiter der Gesamtplanung und des Controlling der IT-Investmens für die Erste Bank Gruppe tätig.

Geständnis vor Gericht
Er war erst wenige Monate im Vorstand, als die Swap-Affäre, bei der 328 Millionen Euro versenkt wurden, hausintern bekannt wurde. Bei seinem Geständnis vor Gericht meinte Morgl, er sei kein Bilanzierungsexperte und habe sich auf die Angaben des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Kulterer verlassen. Morgl kam mit einer Diversion davon, er musste 114.000 Euro berappen und gilt weiterhin als unbescholten. Seinen Vorstandsposten musste er dennoch räumen.

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