Mit 16 hat sie den ersten Buben bekommen. Jetzt ist sie 29 und drei weitere Kinder sind dazugekommen. Ausbildung hat sie keine; dafür eine vorbelastete Kindheit: "Sie wuchs selbst sehr karg auf und hat gewisse Dinge gar nicht erlernt", sagt die Psychologin. "Gewisse Dinge" - wie Verantwortung, Hygiene. "In der Wohnung war alles voller Müllsäcke und Bierdosen. Die Kinder hatten nur Matratzen am Boden", hielt ein Polizist bei einer der vielen Einsätze in der Wohnung des Paares fest.
Lehrer schlagen Alarm
Auch Lehrer schlugen Alarm, dass die Kinder verwahrlosen würden. Das Jugendamt war wohl informiert, protokollierte auch jeden Hausbesuch, jedoch: "Es war schwierig. Jemanden die Kinder wegzunehmen, ist der letzte Ausweg."
Kinder total verwahrlost
Ehe es dazu kommen sollte, "flüchtete" die Mutter mit den Kindern nach Wien. Dort leben sie unter Aufsicht der Stiefoma. "Es läuft gut", sagt eine Betreuerin. Die Verwahrlosung hat Konsequenzen: Der Stiefpapa muss 15 Monate in Haft, die Mutter kommt mit zehn Monaten bedingt davon. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
von Kerstin Wassermann/Kärntner Krone
Symbolbild
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