"Wir rechnen im nächsten Jahr mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um zehn Prozent im Jahresschnitt; mit zusätzlich 1.700 Arbeitslosen", sagt Josef Sibitz, Chef des Kärntner Arbeitsmarktservice.
Problem: früher Wintereinbruch
Aufgrund des frühen Wintereinbruchs in Kärnten sei die Lage besonders dramatisch. Sibitz: "Derzeit sind beim Frühwarnsystem 1.425 Personen angemeldet. Dazu kommen 5.200 Saison-Arbeitsplätze wie die der Bauarbeiter, die durch den Wintereinbruch angemeldet wurden."
Aufträge gehen zurück
Immer spürbarer wird die Wirtschaftsflaute in der Kärntner Industrie. "Die Aufträge gehen stark zurück. Die Refinanzierungskosten bei Krediten haben sich erhöht, weshalb Investitionen zurückgenommen oder auf die lange Bank geschoben werden", erklärt Gilbert Waldner von der Industriellenvereinigung.
Kfz-Branche in Gefahr
Dies wirkt sich wiederum auf Kärntens Gewerbebetriebe aus, zu dessen "Hauptkunden" die Industrie und der Tourismus zählen. "Elektriker werden immer gebraucht. In der Kfz-Branche sieht es aber ganz schlecht aus", erklärt Klaus Kronlechner, Obmann der Sparte Gewerbe in der Wirtschaftskammer. Der Personalstand werde künftig wohl nach unten gehen.
von Thomas Leitner, Kärntner Krone
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