Die Ergebnisse sind nach ihren Angaben vermutlich direkt auf den Menschen übertragbar, da das gleiche Molekül auch bei Menschen an der Entstehung der Herzmuskelschwäche beteiligt ist.
Mikro-RNA blockiert
Bei ihrer Arbeit blockierten die Experten eine sogenannte Mikro-RNA (miRNA). Die RNA (Ribonukleinsäure) ist eine Arbeitskopie des Erbmoleküls DNA. Die Würzburger Forscher fanden heraus, dass bestimmte kleine RNA-Stücke bei Menschen und Mäusen eine wesentliche Rolle für die Herzmuskelschwäche spielen. Ein Stück mit der Bezeichnung miR-21 aktiviert demnach einen Signalweg in Herzzellen, der zu den für das Herzleiden typischen Gewebeschäden führt. Um diese miRNA außer Gefecht zu setzen, verabreichten die Wissenschaftler den Mäusen ein künstlich hergestelltes RNA-Stück, das sich wie eine Art Gegenstück auf miR-21 setze und diese damit unschädlich mache. "Wir haben die Therapie im Tiermodell erstmals erfolgreich angewendet", sagte Engelhardt.
Die Erkenntnisse könnten nach Ansicht der Wissenschaftler zügig zu neuen Therapien für Menschen führen. "Der Weg zum Medikament und der therapeutischen Anwendung ist relativ kurz. Der Mikro-RNA-Blocker ist chemisch relativ einfach aufgebaut und sehr leicht herzustellen", berichten die Experten. Derzeit werde bereits mit einer Firma diesbezüglich kooperiert. Herzmuskelschwäche ist eine der Haupttodesursachen in westlichen Ländern.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.