"Porno-Steuer"
Italien führt “Porno-Steuer” ein
Ausland
30.11.2008 08:33
Die italienische Regierung führt eine "Porno-Steuer" ein. Hardcore-Filme und -Programme im Fernsehen, Porno-Zeitschriften und einschlägige Comics sollen um bis zu 25 Prozent höher besteuert werden als bisher durch die Abgabenregelungen definiert. Auch für Striptease-Shows sollen höhere Abgaben fällig werden.
Die Maßnahmen sind Teil des Anti-Krisenpakets, das die Regierung Berlusconi zur Konjunkturankurbelung verabschiedet hat. Die Regierung Berlusconi hatte schon im Jahr 2005 eine Porno-Steuer beschlossen, die jedoch nie eingeführt worden war.
In Italien ist die Pornoindustrie ein florierendes Geschäft. 400.000 Videokassetten werden jährlich verkauft und 300 Pornofilme pro Jahr gedreht. 35.000 Web-Sites bieten pornografische Inhalte im Internet an. Mit dem höheren Steuerdruck will die Regierung Berlusconi dieses Geschäft bekämpfen - aber auch daran mitverdienen.
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