Krähenplage

Krähen werden zur Gefahr für unsere Vogelwelt

Kärnten
29.11.2008 17:47
Vogelscheuchen kosten Krähen nur noch einen müden Krächzer. Die Rabenvögel werden in Kärnten immer mehr zur Plage! Aufgerissene Siloballen sorgen bei Landwirten schon lange für Unmut, aber jetzt fordern sogar Vogelschützer selbst eine Reduzierung der Krähen, weil diese mit Vorliebe andere Nester plündern.

"Das fröhliche morgendliche und abendliche Gezwitscher unserer gefiederten Freunde fehlt vielerorts bereits völlig in Kärnten", so ein Sprecher der "Plattform zum Schutz der Singvögel". Diese fordert, dass endlich etwas gegen die steigende Zahl an Krähen unternommen werden müsse. "Diese werden nämlich langsam zur Gefahr für die heimische Vogelwelt." 

Singvögeln droht bald der Untergang
Die Rabenvögel hätten es bei der Aufzucht ihrer Jungen auch auf die Nester kleinerer "Piepmätze" abgesehen. "Und wenn immer mehr Gelege zerstört werden, dann droht den Singvögeln bei uns in Kärnten bald der Untergang", befürchtet man bei der Plattform.
 
Krähen sind geschützte Vogelart
Deren Mitglieder fordern deshalb eine verstärkte Bejagung. Doch das ist gar nicht so leicht, denn Krähen zählen zu den geschützten Vögeln, was auch in den Statuen des östereichischen EU-Beitrittvertrages zu finden ist. 1995 hat man im Zuge der Verhandlungen vergessen, die Krähen aus der Liste der zu schützenden Vogelarten zu streichen. 

Auch Bauern kommen zu Schaden
Aber auch für viele Bauern werden die Krähen zur Plage, weil sie Schäden an Siloplanen verursachen und sich oft auch über die Aussaat hermachen.

von Hannes Wallner, Kärntner Krone

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