Schüsse bei Überfall

Kärntner Brüderpaar bei Fluchtfahrt gestoppt

Kärnten
22.11.2008 16:29
Ein Brüderpaar aus Kärnten hat am Donnerstag bewaffnet eine Bank in Kirchheim bei München überfallen. Auf der Flucht kam es zu einem Feuergefecht, bei dem ein Polizist und ein Räuber verletzt wurden. Als die Verdächtigen gefasst wurden, erlitt ein Täter einen Kollaps. Die Brüder kommen für weitere zwölf Raubüberfälle in Frage.

Hubert (46) und Norbert (47) G. sind nicht nur Profis, sondern auch ganz und gar nicht zimperlich. Nachdem die beiden Brüder am Donnerstagabend mit Steyr-Pistolen bewaffnet in die Kreissparkasse bei München gestürmt sind, gehen sie ziemlich brutal vor: Im Container, in dem die Bank derzeit untergebracht ist, bedrohen sie die Angestellten und erbeuten 10.000 Euro. 

Polizist durch Schuss verletzt
Als sie fliehen, ist der Tatort schon von Polizei umstellt. Doch die Brüder zücken ihre Waffen und schießen. "Ein Polizeiobermeister wird verletzt", erzählt Polizeisprecher Gottfried Schlicht. Auch Hubert G. wird am Oberarm verletzt, aber nur leicht. 

Täter bei Fluchtfahrt gestoppt
Dann flieht das Duo mit seinem grünen Renault Laguna in Richtung Autobahn. In Traunstein beim Chiemsee ist Endstation. Eine Sondereinheit kann den Wagen anhalten. Norbert G. erleidet einen Kollaps. Im Fluchtauto finden sich Beute, Pistolen und eine Pumpgun. 

Brüderduo mehrfach vorbestraft
Hubert G. lebt seit Kurzem in Eugendorf in Salzburg, sein Bruder Norbert in Grafenstein. Dort hat das Landeskriminalamt am Freitag sein Haus durchsucht. Die Brüder kommen nämlich für weitere zwölf Überfälle in Frage. Beide sind wegen Einbruchs und Gewaltdelikten vorbestraft.

Von Manuela Kappes und Serina Babka, Kärntner Krone
Symbolbild

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