In "Little Hooliganz" schlüpfen Spieler in die virtuelle Haut eines Hooligans, der sich in der Welt der Bier trinkenden und pöbelnden Fußball-Fans sprichwörtlich nach ganz oben kämpfen muss, um am Ende der versammelten Hooligan-Sippschaft zu zeigen, wer der Boss ist. Auch eine passende "Tussi", im Englischen liebevoll "Bimbo" genannt, gilt es zu finden.
So lustig das Konzept für die meist jungen Spieler auch sein mag, bei englischen Fußballklubs stößt das gewalttätige Spiel auf wenig Gegenliebe. Vor allem die Tatsache, dass die virtuellen Hooligan-Gangs nach realen Vereinen benannt sind, sorgt für Kritik. Derzeit etwa prüft der englische Fußballverband, ob das Spiel Markenrechte verletzt.
Die Entwickler nehmen's gelassen – schließlich zählt das Online-Game bereits über 50.000 registrierte Mitglieder, die jüngsten von ihnen sind gerade mal sieben Jahre alt. Dass die Gewaltdarstellungen auf sie abfärben könnten, glauben die Macher nicht: "Dass User bei uns virtuell Baseball-Schläger kaufen und sich zu Massenschlägereien treffen können, heißt nicht, dass sie dies auch in ihrem realen Leben tun werden", erklärt Chris Evans, geistiger Vater des Spiels. "Little Hooliganz" (siehe Infobox) sei lediglich eine Parodie auf Gewalt, betont er.
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