Di, 21. August 2018

Muss aufholen

14.10.2008 12:25

McCain beschwört Comeback im Wahlkampffinale

Angesichts des deutlichen Vorsprungs seines Rivalen Barack Obama in den Meinungsumfragen hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain davor gewarnt, ihn bereits als Verlierer abzuschreiben. "Politische Experten haben mich schon so häufig abgeschrieben, dass ich das gar nicht mehr zählen kann", sagte er am Montag dem TV-Sender CNN nach Wahlkampfauftritten in den umkämpften US-Staaten Virginia und North Carolina. Jedesmal sei ihm das Comeback gelungen.

McCain nahm seine Anhänger gegen Kritik an aggressiven Auswüchsen seines Wahlkampfs in Schutz. Die "überwältigende Mehrheit der Leute, die zu meinen Veranstaltungen kommen, sind anständige und patriotische Amerikaner", sagte er CNN. Ihnen andere als patriotische Motive zu unterstellen, sei eine "Beleidigung".

Der republikanische Senator spielte damit auf Wahlversammlungen an, auf denen einige seiner Anhänger seinen demokratischen Konkurrenten Barack Obama übel beschimpft hatten - bis hin zu Ausrufen wie "Verräter" und "Terrorist". Die Attacken bezeichnete McCain als "Ausnahmen". Ähnliche Beschimpfungen seien auch bei Auftritten Obamas zu hören gewesen, sagte er weiter, ohne jedoch Beispiele zu nennen.

Obama - Osama: Vergleiche laut McCain "unangemessen"
Vergleiche Obamas mit Al-Kaida-Führer Osama bin Laden wies McCain erneut als "unangemessen" zurück. Laut einem Bericht des US-Magazins "Time" hatte der Vorsitzende der Republikaner in Virginia, Jeffrey Frederick, freiwillige Helfer mit den Worten auf den Kampf gegen Obama eingestimmt, es gebe Parallelen zwischen dem Senator von Illinois und dem Führer des internationalen Terrornetzwerkes: "Beide haben Freunde, die das Pentagon bombardierten."

Frederick spielte dabei auf Obamas frühere, oberflächliche Bekanntschaft mit William Ayers an, dem Mitbegründer einer Organisation, die aus Protest gegen den Vietnam-Krieg Anschläge auf US-Einrichtungen verübt hatte. McCains Vize-Kandidatin Sarah Palin hatte sich in den vergangenen Tagen ähnlich geäußert.

Obama will Finanzkrise für sich nützen
Unterdessen stellte Obama seinen eigenen Plan gegen die Finanzkrise vor, mit dem er nach eigenen Angaben vor allem die Mittelschicht vor dem wirtschaftlichen Absturz bewahren will. Er schlug unter anderem vor, Zwangsversteigerungen von Privathäusern für 90 Tage auszusetzen und Unternehmen für jeden neuen Job, den sie schaffen, Steuern zu erlassen.

Sein auf zwei Jahre angelegter, rund 175 Milliarden Dollar (128,3 Milliarden Euro) schwerer Plan solle helfen, "Arbeitsplätze zu schaffen, Familien zu entlasten, Hausbesitzer vor dem Verlust ihres Heims schützen und das Finanzsystem wiederherzustellen", versprach Obama bei einem Auftritt in Toledo (US-Staat Ohio). McCain und Obama treffen sich am Mittwoch zu ihrem letzten Fernsehduell vor der Präsidentenwahl am 4. November.

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