Mi, 12. Dezember 2018

Endspurt zur Wahl

13.10.2008 14:28

McCain holt die Peitsche raus - Castro lobt Obama

Vor der letzten Fernsehdebatte im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf der USA hat der republikanische Kandidat John McCain den Ton noch einmal verschärft. Er werde beim Aufeinandertreffen mit Barack Obama am Mittwoch die Peitsche mitbringen, kündigte McCain an. Wörtlich sagte er am Sonntag vor Wahlkampfhelfern bei Washington, er werde Obama "den ihr wisst schon was auspeitschen". Auch der mittlerweile in den Ruhestand getretene kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, der sich seine Zeit mit dem Schreiben umfangreicher Kommentare und Analysen vertreibt, mischte sich am Wochenende in den US-Wahlkampf ein, indem er Barack Obama in höchsten Tönen lobte.

Rund drei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA hat der demokratische Kandidat Barak Obama ungebetene Unterstützung erhalten, nämlich von Fidel Castro. Der stellte in einem Beitrag auf einer offiziellen Website fest, dass Obama in "Intelligenz und Klarsichtigkeit" seinen Herausforderer John McCain weit übertreffe.

Barack Obama ein neuer Martin Luther King?
In seinem Bärendienst für seinen amerikanischen Favoriten schrieb der "Maximo Lider" weiter, es sei ein "wahres Wunder", dass Obama noch nicht wie einst Martin Luther King ermordet worden sei. "In Amerika herrscht ein tief verwurzelter Rassismus, und Millionen Weißer können sich nicht mit der Idee anfreunden, dass ein Schwarzer mit Frau und Kindern in das Weiße Haus - das so heißt: 'weiß'  - einziehen könnte", räsonierte Castro.

Zweifel an McCains Gesundheit
Der republikanische Bewerber McCain dagegen sei "einer der schlechtesten Schüler" der Militärakademie von West Point gewesen, er verstehe nichts von Mathematik und noch weniger von Wirtschaft. Was er im Überfluss habe, seien seine Lebensjahre, auch mit seiner Gesundheit stehe es nicht zum Besten, schrieb der 82-Jährige über den zehn Jahre jüngeren US-Senator. Er erwähne diese Daten, rechtfertigte sich Castro, um auf die Möglichkeit hinzuweisen, "dass die Lady mit dem Colt, die unerfahrene Gouverneurin von Alaska, die von rein gar nichts eine Ahnung hat, Präsidentin der Vereinigten Staaten werden könnte."

McCain: "Wir sind mitten drin im Spiel"
Der darob Angesprochene McCain räumte andernorts ein, dass er in den landesweiten Umfragen "ein paar Prozentpunkte" hinter dem Kandidaten der Demokraten liege. "Aber wir sind mitten drin im Spiel", versicherte der 72-jährige Senator. Die Finanzkrise habe ihm ihn den vergangenen zwei Wochen etwas geschadet. Jetzt wollten die Wähler aber vor allem Erfahrung und eine Vision. "Wir werden Amerika genau das geben", sagte McCain. Nach der Fernsehdebatte am Mittwoch werde er 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für den Sieg am 4. November kämpfen.

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