Provider-Test

Modems bleiben langsam , aber günstig!

Wirtschaft
24.10.2002 10:49
Damit durchschnittliche Internet-User den günstigsten Weg zum Datenhighway finden, prüfte "Konsument" in seiner November-Ausgabe 40 Produkte von 25 Internet-Providern. Bei allen Testkriterien - Kostenaufwand, technische Leistungen, Webauftritt und Support - konnten nur zwei Provider mit der Note "sehr gut" punkten. Die meisten Produkte erhielten in der Gesamtbeurteilung "gut" (insgesamt 27), elf waren nur "durchschnittlich".
Für durchschnittliche Anforderungen ambilligsten ist nach wie vor der "dial in"-Zugang, also via Modemund Festnetz-Telefon. Mit ADSL- oder Kabelanbindung ist man zwarflotter im Web unterwegs, aber sie sind um vieles teurer. MobilerInternet-Einstieg via GPRS-Handy ist noch immer langsam - zirkaein Viertel eines Modemzuganges - und trotzdem kostspielig. 
  
Prinzipiell rät "Konsument" sowohl Neueinsteigernals auch umstiegswilligen Surfern ihre Gewohnheiten zu prüfen,bevor sie sich für die eine oder andere Ein- oder Umstiegsvarianteentscheiden. Dazu gehört das persönliche Internet-Verhaltennach Zeit und Umfang der in Anspruch genommenen Internet-Dienste,bereits vorhandene oder gegebenenfalls noch anzuschaffende technischeAusrüstung sowie die Entscheidung über stationärenoder mobilen Zugang. Denn davon hängt es letztendlich ab,welche Zugangsart die persönlich günstigste ist. 
  
Im "Konsument"-Test am besten abgeschnitten hatder "dial in"-Zugang, bei dem der Weg ins Internet über Telefon-Festnetzund Modem führt. In dieser Kategorie sind auch die beidenTestsieger "tele.ring" und "inode" vertreten. An einem Rechenbeispielzeigt "Konsument" wie viel Kosten sich Standard-User überdas Jahr hindurch bei Modem-Zugang sparen können: Wer imDurchschnitt zwölf Stunden pro Monat im Netz ist, kommt imrechnerischen Mittel aller einschlägigen Anbieter mit rund22 Euro davon - Onlinekosten schon mit berücksichtigt. Solles hingegen ADSL- oder Kabelanbindung sein, ist im Schnitt deutlichmehr als das Doppelte zu berappen. Die Telefon-Grundgebührjeweils nicht mitgerechnet. 
  
Für ADSL wie für Kabel gilt ein häufigübersehenes Detail: Beide Anschlussarten sind ortsgebunden.Man kann nicht von einem beliebigen Telefonanschluss ins Interneteinsteigen, was hingegen bei einem Dial-in-Zugang durchaus möglichist. Andererseits ist man im Idealfall mit ADSL oder Kabel biszu zwölf Mal schneller unterwegs, wenn es um den Bezug vonDaten geht (download), und bis zum Doppelten, wenn man selbstversendet. Beim typischen User-Verhalten von Erwachsenen machtsich das jedoch kaum bemerkbar. Interessant ist ADSL fürjene, die große Dateien wie Musik und Filme auf den eigenenPC übertragen, sich mehrere User (etwa die Familie) einenInternet-Zugang teilen und sich die ADSL-Pauschale aufgrund derSumme der Einzel-Verbindungszeiten rentiert. Beim ADSL-Zugangerzielten die Provider "inode", "silverserver", "wvnet" und "ycnet:works" mit der Note "gut" die besten Ergebnisse, neun schnitten"durchschnittlich" ab. 
  
Bei den fünf getesteten Kabelnetz-Betreiberhingegen wurde nur "UPC Telekabel" mit "durchschnittlich" bewertet,die Mitbewerber "Kabelsignal", "Salzburg-AG" , "tplus"und "Liwest"erreichen die Note "gut". In Bezug auf Kostentransparenz sindKabelnetze anderen Internet-Zugängen meist überlegen:Sind allfällige Einrichtungsgebühren erledigt, weißder Kabelnetz-Nutzer welche Kosten regelmäßig fälligwerden. Die monatliche Pauschale beträgt meist zwischen rund30 und 70 Euro. Die besten Argumente, das Kabel- und ADSL-Anbieterbieten können, ist die freie Telefonleitung und die ständigeVerbindung mit dem Internet. Ob die damit verbundenen Einrichtungskostenund erhöhten Pauschalen den Vorteil eines nicht besetztenFestnetz-Telefons wettmachen können, ist individuell abzuwiegen.
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