Anthrax-Alarm
Häftling hat Drohbriefe an McCain geschickt!
Nach Angaben eines Sprechers des US-Geheimdienstes gab der Mann als Beweggrund für den Brief an, er habe seine Gefühle gegenüber der US-Regierung deutlich machen wollen. Sein Vater sei zur gleichen Zeit wie McCain im Vietnam-Krieg gewesen. Er soll demnach kritisiert haben, dass sich die Regierung nicht um seinen Vater gekümmert habe, der unter den Spätfolgen des im Krieg eingesetzten Unkrautvernichters Agent Orange litt.
"Attacken" in Colorado und New Hamphsire
Die Briefe waren am Donnerstag in den Büros in Centennial, einem Vorort der Stadt Denver im US-Bundesstaat Colorado, sowie in Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire eingegangen, sagte McCain-Sprecher Jeff Sadosky dem Fernsehsender Fox News.
Die Briefe hätten Drohungen sowie ein weißes Pulver enthalten. Die Gebäude wurden von Experten für Giftstoffe untersucht. Die Mitarbeiter aller Büros McCains seien zu höchster Vorsicht aufgerufen worden, sagte Sadosky. Laut Fox News befanden sich zwischen fünf und 25 Mitarbeiter in dem Büro in Centennial, als der Brief eintraf. Wie viele Menschen sich in dem Büro in Manchester befanden, ist unklar. Berichte über Verletzte gab es nicht.
Tote durch Anthrax-Briefserie
In den USA waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 fünf Menschen durch Briefe getötet worden, die Milzbrand-Erreger in Form von weißem Pulver enthielten. Trittbrettfahrer hatten daraufhin überall auf der Welt verdächtige Briefe mit weißem Pulver verschickt, die sich aber als harmlos erwiesen. In jüngster Zeit machten die Angriffe in den USA erneut Schlagzeilen, nachdem der Wissenschaftler Selbstmord begangen hatte, der dafür verantwortlich gewesen sein soll.
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