Arme US-Schüler
200.000 werden jährlich von Lehrern geschlagen
Ausland
20.08.2008 16:08
In staatlichen US-Schulen sind einer Studie zufolge im Schuljahr 2006/2007 mehr als 200.000 Kinder und Jugendliche von Lehrern geschlagen worden. In den Südstaaten Texas und Mississippi werde die Prügelstrafe dabei schon bei kleineren Vergehen wie Kaugummikauen oder Missachtung der Kleiderordnung angewendet, berichten die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und die Bürgerrechtsinitiative American Civil Liberties Union (ACLU). Den Angaben zufolge ist es in 21 US-Staaten nach wie vor erlaubt, dass Lehrer zur Strafe schlagen.
Die Studie, die auf mehr als 175 Befragungen von Kindern, Lehrern, Eltern und Behörden basiert, dokumentiert auch Fälle, bei denen Kinder durch Prügel schwere Verletzungen erlitten haben. Es seien auch Buben und Mädchen mit geistigen und körperlichen Schwächen geschlagen worden.
Human Rights Watch und ACLU fordern ein landesweites Verbot der Prügelstrafe in den USA. Nachsitzen oder pädagogische Unterstützung seien bessere Maßnahmen, um Schüler zu disziplinieren. "Jede Schule benötigt effektive Methoden, um den Schülern Disziplin beizubringen", sagte die Autorin der Studie, Alice Famer. Werden Kinder jedoch geschlagen, brächten Lehrer ihnen gewalttätiges Verhalten bei und verhinderten keine künftigen Regelverstöße.
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrowAbspielen
closeSchließen
expand_moreAufklappen
Loading...
replay_10Vorige 10 Sekunden
skip_previousZum Vorigen Wechseln
play_arrowAbspielen
skip_nextZum Nächsten Wechseln
forward_10Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
20.08.2008 16:08







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.