So, 24. Juni 2018

Frauen statt Kühe?

02.10.2003 13:36

Provokanter Kampf gegen die Gentechnik

Warum nicht einfach gentechnisch Frauen erzeugen, um Milch zu gewinnen? Das ist die Aufsehen erregende Aussage dieses Plakates, das die Neuseeländer Organsation MAdGE (Mütter gegen Gentechnik in Nahrung und Umwelt) in Auckland und Wellington aufgehängt hat. Darauf unschwer zu erkennen ist eine nackte Frau mit vier Brüsten und dem GE-Brandzeichen (für genetic engineering = Gentechnik), die biotechnologisch geschaffen wurde, um gemolken zu werden...
Menschliche DNA mit tierischer mischen
Mit dieser in Neuseeland sehr umstrittenen Kampagnemöchten die "Mütter gegen Gentechnik" nach eigener Aussageeine allgemeine Debatte über die soziale und kulturelle Ethikder Gentechnik entfachen. Sie protestieren dagegen, dass die neuseeländischeNiederlassung von ViaLactica (weltweit führend bei biotechnologischenProdukten und Technologien) in Zukunft aus patentierter menschlicherDNA Gene gewinnen will, um das Gras und die Kuhmilch zu verbessern.Dadurch soll die Milch für Menschen verträglicher werden.
 
"Das dürfen wir nicht zulassen"
MAdGE fordert, dass die Milch Gentechnik frei bleibt,und besteht darauf, dass menschliche DNA in Kühen nichtszu suchen hat. Auf ihrer Homepage http://www.madge.net.nz/fragen die Mitglieder von "Mütter gegen Gentechnik": "Wasgibt uns das Recht zu denken, dass wir an Mutter Natur herumpfuschendürfen? Welche Arroganz erlaubt es dem Menschen zu denken,dass er Jahrtausende der Evolution verbessern kann? Weder isteine Frau eine Kuh, noch ist eine Kuh eine Frau! Haben wir alsMenschen das Recht, die Grenzen zwischen den Arten zu verwischen,vor allem wenn wir nicht wissen, was die langfristigen Konsequenzensein werden? Zu erlauben, dass menschliche Gene mit jenen vonKühen vermischt werden, um die Kuhmilch der mütterlichenähnlicher zu machen, ist ein Affront gegen beide, sowohlMensch als auch Tier. Das dürfen wir nicht zulassen!"
 
Auftakt zum Marsch gegen Gentechnik
Das Plakat, das an insgesamt sieben Orten in Aucklandund Wellington aufgehängt wurde, soll der Auftakt zu demMarsch gegen Gentechnik sein, der am 11. Oktober in Auckland,Wellington, Christchurch und Dunedin vonstatten gehen wird.

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