Mandl würde offensichtlich die Qualitäten fehlen, um einen Betrieb wie die Kabeg zu leiten, begründeten SPÖ-Chef Reinhart Rohr und Gesundheitslandesrat Peter Kaiser ihre Entscheidung, die Abberufung des Vorstandes auf der Tagesordnung haben zu wollen. Die Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor Herwig Wetzlinger und dessen Stellvertreterin Claudia Scharm-Groicher sowie gegen den medizinischen Direktor Thomas Koperna stünden im Raum, Mandl wolle oder könne sie aber nicht durch Fakten untermauern.
Bis heute keine Beweise
"Man hat uns bei der letzten Aufsichtsratssitzung ja einen Datenraum versprochen, in dem wir Einsicht in alle Unterlagen nehmen können, doch diesen Datenraum gibt es bis heute nicht", kritisierte Rohr. "Wenn es etwas gibt, dann müssen selbstverständlich die Betroffenen die Folgen tragen, wir wollen nichts verschleiern und nichts zudecken", betonte Rohr. Auch Kaiser unterstrich, man fordere volle Aufklärung über alle Vorwürfe.
Kritik vom BZÖ
Kabeg-Aufsichtsratschef Martin Strutz wiederum mutmaßt genau dieses. Die SPÖ wolle eine effiziente Aufklärung der Missstände im LKH Klagenfurt verhindern, sagte er in einer Aussendung. Dabei würden alle Fakten und Kosten, die mit diesem Politdeal verbunden sind, ignoriert und die Fertigstellung des LKH Klagenfurt massiv gefährdet, was wiederum zu enormen Kosten führen würde.
Das Vorhaben von SPÖ und ÖVP, den Vorstand abzuberufen, bezeichnete Strutz als "echten Wahnsinn", damit werde die Gesundheitsversorgung in Kärnten gefährdet. Mit scheinheiligen Argumenten solle jener Mann, der Ordnung im LKH Klagenfurt schaffen wolle, beseitigt werden, um parteipolitische Macht zu demonstrieren und den roten Einfluss wieder sicherzustellen, behauptete Strutz und kündigte an, das BZÖ werde "alles unternehmen", um das zu verhindern.
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