Uran doch Thema?

USA wollen jetzt 30 Tage mit dem Iran verhandeln

Außenpolitik
06.05.2026 14:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die USA und der Iran kommen einer Vereinbarung für ein Kriegsende näher. Das haben pakistanische Vermittlerkreise am Mittwoch mitgeteilt. Auch US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von Fortschritten bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung gesprochen.

Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete von 14 Punkten. Diese würden von dem US-Gesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit iranischen Offiziellen verhandelt. Die Verhandlungen würden sowohl direkt als auch über Vermittler geführt, hieß es. Demnach ist eine 30-tägige Verhandlungsphase über ein detailliertes Abkommen geplant. Der Bericht berief sich auf die US-Regierung und andere eingeweihte Personen.

In dieser Zeit sollen die iranische Blockade der Schifffahrt in der Straße von Hormuz und die US-Blockade iranischer Häfen schrittweise aufgehoben werden. Darüber hinaus soll die iranische Führung einem Moratorium bei der Urananreicherung zustimmen. Die USA gebe eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe frei und hebe die Sanktionen gegen den Iran auf. Das hatte Teheran zuvor gefordert.

Iran prüft noch
Sollten die Verhandlungen scheitern, könnten die US-Streitkräfte ihre Blockade wieder aufbauen oder Militäreinsätze wieder aufnehmen, berichtete Axios weiter. Die Führung in Teheran püfe den neuen Plan derzeit, berichtete der Sender CBNC. Die USA erwarten innerhalb von 48 Stunden eine Antwort auf mehrere zentrale Punkte. Zuvor war im Iran auf eine umfassende diplomatische Einigung gepocht worden. „Wir werden alles daransetzen, um unsere legitimen Rechte und Interessen in den Verhandlungen zu schützen“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araqchi iranischen Medienberichten zufolge nach einem Treffen mit dem chinesischen Spitzendiplomaten Wang Yi in Peking.

Die iranischen Revolutionsgarden haben nun eine sichere Hormuz-Durchfahrt in Aussicht gestellt. Das sei aber nur bei einem Ende der US-Drohungen möglich, teilten sie mit. Die Elite-Truppen verwiesen demnach auch auf neue Verfahrensregelungen für den Transit. Worin diese bestehen, wurde nicht ausgeführt.

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