"GTA" als Vorbild

Videospielvertrieb nach Mord an Taxler gestoppt

Ausland
05.08.2008 15:56
In Thailand hat ein 18-Jähriger einen Taxifahrer überfallen und mit einem Messer tödlich verletzt. Als Begründung gab er nach seiner Verhaftung an, durch das Videospiel "Grand Theft Auto" inspiriert worden zu sein. Ein lokaler Videospielvertrieb nahm das Spiel daraufhin aus seinem Programm.

Der Polizei zufolge hatte der 18-Jährige herausfinden wollen, ob es im wirklichen Leben genauso einfach sei, ein Taxi zu stehlen wie in den "Grand Theft Auto"-Spielen. Als der Taxifahrer sich jedoch weigerte, dem mutmaßlichen Täter sein Auto zu überlassen, stach dieser zu. Anschließend hievte der 18-Jährige den schwerverletzten Taxler auf den Rücksitz und versuchte, rückwärts fahrend aus einer Gasse zu fliehen - geriet dabei allerdings in die Fänge der Polizei. Der 54-jährige Taxifahrer erlag wenig später seinen Verletzungen.

Einer ersten Vernehmung nach habe der mutmaßliche Täter laut Polizei keine Anzeichen für psychische Probleme gezeigt. Sollte der 18-Jährige nun wegen Raubes und Mordes verurteilt werden, droht ihm die Todesstrafe.

Eine Konsequenz hat der Vorfall schon jetzt: Das in Thailand für den Vertrieb der "GTA"-Videospiele zuständige Unternehmen New Era Interactive Media kündigte nach Bekanntwerden der Tat an, künftig keine "GTA"-Titel mehr zu vertreiben. "Wir werden alle Verkaufsstellen bitten, die Spiele aus den Regalen zu nehmen", sagte ein Sprecher.

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