"Einmalig"

“Kein Schiff des Gegners soll sich sicher fühlen!”

Ausland
04.08.2008 13:33
Bei seinen Raketentests provoziert der Iran immer wieder internationales Säbelrasseln. Nun wird auch zu Wasser der Kampf geprobt: Laut einem Kommandanten der Revolutionsgarde hat Teheran eine „einmalige“ Marinewaffe entwickelt. General Mohammed Ali Jafari beschrieb sie mit den Worten, „einzigartig und supermodern“. Sie habe eine „Reichweite von 300 Kilometern“.

„Dank dieser neuen, vor kurzem getesteten Waffe wird sich kein Schiff und kein Schnellboot eines Gegners in einem Radius von 300 Kilometern vor der iranischen Grenze in Sicherheit fühlen und wird - im Falle von Kampfhandlungen - hundertprozentig versenkt“, sagte Jafari. Die neue Waffe sei von einheimischen Spezialisten entwickelt worden und „wird sonst in keinem anderen Land eingesetzt“, fügte er hinzu.

Torpedos, Langstreckenraketen, ...
Der Iran hatte Anfang Juli bei einer Marine- und Flieger-Übung namens „Der große Prophet 3“ im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz Raketen mittlerer und großer Reichweite sowie einen superschnellen Torpedo vom Typ „Hut“ aus iranischer Produktion getestet. Erfolgreich gestartet wurde nach Angaben Teherans auch die modernisierte Rakete Shahab-3 mit einer maximalen Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern. Diese Rakete könnte das Territorium Israels und US-Militärstützpunkte im Persischen Golf erreichen.

Jeder fünfte Iraner lebt unterhalb der Armutsgrenze
Im Iran ist indes die Zahl der in Armut lebenden Menschen stark angestiegen. Die reformorientierte Wirtschaftszeitung "Sarmajeh" berichtete, dass in dem Land mindestens 14 Millionen der insgesamt 70 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben.

Im September 2007 hatte Sozialminister Abdolreza Mesri noch von rund 9,2 Millionen armen Iranern gesprochen; rund 10,5 Prozent der städtischen und 11 Prozent der ländlichen Bevölkerung lebten demnach in Armut. Legt man die Angaben Mesris zugrunde, hat sich der prozentuale Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung seitdem auf etwa 20 Prozent verdoppelt. Die iranische Bevölkerung leidet seit einem Jahr unter massiven Preissteigerungen. Im Juni lag die Inflationsrate bei 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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