Geringe Beteiligung
Eisenbahnerstreik in Ungarn abgebrochen
Ausland
14.07.2008 12:48
Die ungarische Freie Eisenbahnergewerkschaft (VDSZSZ) hat ihren um Mitternacht begonnenen unbefristeten Streik schon am Montag um 11 Uhr eingestellt, erklärte der Sprecher der Ungarischen Eisenbahnen MAV, Tibor Sigulinszki. Als Grund wird die geringe Beteiligung am Streik genannt. Lediglich in vier nordostungarischen Komitaten - Szabolcs-Szatmar-Berege, Hajdu-Bihar, Jasz-Nagykun-Szolnok und Borsod-Abauj-Zemplen - wird die Arbeitsniederlegung fortgesetzt.
Laut Information der MAV verkehrte die Mehrheit der Züge trotz des Streiks. 98 Prozent der Eisenbahner hätten ihre Arbeit aufgenommen. Alle Budapester Bahnhöfe hätten Züge abgefertigt. Lediglich in den genannten Komitaten war es zu einer Lähmung des Zugverkehrs gekommen.
Streit um Lohnerhöhung geht weiter
Laut Sigulinszki würde die VDSZSZ nach wie vor auf ihren Lohnforderungen von 10 Prozent und einer Prämienzahlung von 250.000 Forint (1.080 Euro) je Eisenbahner bestehen. Die MAV wiederum lehne diese Forderungen auch weiter als "unerfüllbar" ab. Die Verhandlungen zwischen Eisenbahnergewerkschaft und MAV werden am Dienstag fortgesetzt.
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