Kämpfe & Attentate
Dutzende Tote am Wochenende in Afghanistan
Wie die ISAF am Sonntagabend weiter mitteilte, wurden bei dem Gefecht in Kunar zudem 15 Soldaten der NATO-geführten Schutztruppe sowie neun Soldaten der afghanischen Armee verletzt. Man gehe davon aus, dass die Aufständischen bei den mehrstündigen Kämpfen schwere Verluste erlitten hätten. Die Rebellen hätten am Sonntagmorgen einen Außenposten der Truppen mit Panzerfäusten, Maschinengewehren und Mörsern angegriffen, teilte die Schutztruppe mit. Die ISAF machte wie üblich keine Angaben zur Nationalität der Opfer, in Kunar sind aber vor allem US-Soldaten eingesetzt.
Attentäter riss 24 Menschen in den Tod
In der zentralafghanischen Provinz Urusgan riss ein Selbstmordattentäter am Sonntag mindestens 24 Menschen mit in den Tod. Wie der Polizeichef der Provinz mitteilte, zündete der Attentäter seinen Sprengsatz auf einem belebten Markt im Bezirk Deh Rawud. Die meisten der Opfer seien Geschäftsinhaber und Kinder, die auf dem Markt gearbeitet hätten. Auch vier Polizisten seien ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge wurden mindestens 40 weitere Menschen verletzt.
Vier Tote bei Anschlag durch Jugendlichen
Bereits am Vortag waren bei einem Selbstmordanschlag in der Unruheprovinz Helmand im Süden des Landes zwei afghanische Soldaten, ein Kind sowie der jugendliche Attentäter ums Leben gekommen. Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF hatte sich der Attentäter, bei dem es sich um einen Teenager handeln soll, zu Fuß einem Stützpunkt der afghanischen Armee genähert. Als Posten ihn durchsuchten, sei der am Körper befestigte Sprengsatz explodiert.
In der nordafghanischen Provinz Kunduz starb am Samstag ein ungarischer Soldat der NATO-geführten ISAF. Er sei mit seiner Einheit ausgerückt, als sich "aus bisher ungeklärten Gründen" eine Detonation ereignete, teilte das Verteidigungsministerium in Budapest mit. In der Provinz Helmand wurden nach Angaben der US-geführten Koalition am Sonntag ein weiterer ausländischer Soldat getötet.
Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in der südlich von Kabul gelegenen Provinz Ghasni am Sonntag zwei Kriminalpolizistinnen von Kämpfern der radikalislamischen Taliban erschossen. In der Nachbarprovinz Logar wurde nach Angaben des Innenministeriums ein Oberhaus-Abgeordneter des Parlaments in Kabul von Unbekannten entführt. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat. Zuletzt war vor einer Woche ein Abgeordneter in der südlichen Provinz Kandahar erschossen worden.
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