"Es kann ja nicht sein, dass die Polizei DNA-Material sicherstellt, aber nicht auswertet, weil das Geld dafür fehlt", ärgert sich ein Einbruchsopfer im Lavanttal. "Da kann sich die Kripo künftig die Tatortarbeit sparen, wenn sie nichts tun kann. Und die Täterbanden können weiter einbrechen - ohne Angst, gefasst zu werden."
DNA-Test kostet 150 Euro
Kriminalpolizei-Chef Hermann Klammer kennt das finanzielle Problem rund um die DNA-Auswertungen, die in der Gerichtsmedizin Innsbruck durchgeführt werden: "Wir bekommen jährlich nur ein gewisses Kontingent vom Innenministerium zugeteilt - mit diesen genehmigten DNA-Tests müssen wir halt auskommen." Immerhin koste so ein Test gut 150 Euro.
Entscheidung wird erzwungen
Die Ermittler sind also gezwungen, in jedem Kriminalfall zu entscheiden, ob die DNA-Spuren von den Tatorten nun ausgewertet und die Chance, den Täter zu fassen, erhöht wird, oder nicht.
Sogar unter den Ministerien wird bereits wegen dieser Tests gefeilscht. "Wenn wir einen Verdächtigen haben, dann versuchen wir einen gerichtlichen Auftrag zu erhalten, damit das Justizministerium die Kosten für die Überprüfung übernimmt und wir bei unseren Tests sparen können", so der Kripo-Oberst.
Erhöhung des DNA-Kontingents gefordert
Für Klammer wäre eine Erhöhung des DNA-Kontingentes "wünschenswert und notwendig, da gerade bei der Aufklärung von Eigentumsdelikten DNA-Beweismaterial die Zukunft ist."
Von Hannes Wallner/Kärntner Krone
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