"Eine Zigarette täglich verkürzt dir die Lebenszeit um eine Minute, ein Bier um zehn Minuten und die tägliche Arbeit um acht Stunden", war der bekannte Spruch, den der Komiker bei seinen Auftritten immer wieder verwendete.
Philosophierender "Bahnhofsrestler"
Bukoscheks Performance als "Bahnhofsrestler" mit der obligaten Bierflasche in der Hand war viele Jahre der ungekrönte Hit des Klagenfurter Faschings. Er durfte dem Publikum in seiner Rolle als kauziger Theken-Philosoph ungestraft seine Weisheiten an den Kopf schleudern und dabei lallen. Frauen, Bier, Zeit und Zeitgeist kamen dabei nicht zu kurz.
Zwei Kostproben: "Frage: Was bringt den Doktor um sein Brot. A, die Gesundheit. Oder B, der Tod? Antwort: Darum lässt der Doktor uns zwischen die zwei Zuständ' schweben. Oder: "Ich habe keine Mühen und Steuern gescheut, um eine Eröffnung (für das neue Fußballstadion) abzuhalten, für die man noch in 1.000 Jahren zahlen wird."
Faschingslegende
Bukoschek war seit 1976 "Stadtrichter zu Clagenfurth". Als begabter Cartoonist hat er auch jedes Jahr die Programm-Broschüre illustriert.
Der Chef der "Stadtrichter", "Burggraf" Otto Umlauft, meinte zum überraschenden Tod seines Kollegen: "In gewisser Weise war er mir ein Philosoph und Freund. Einmal mehr Philosoph und einmal mehr Freund." Leles bekannteste Lieder, die alle Besucher begeistert mitgesummt haben: "Wir sind alle Gottes Kinderlein" und "Der Wurm ist drin, der Wurm ist drin."
Bukoschek hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder. Am Mittwoch wird er am Friedhof Annabichl beerdigt.
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