Vier Zeckenbiss-Opfer sind bisher in Kärnten registriert. Unser Bundesland gilt ja bei der "Zeckenkrankheit" FSME bekanntlich als Risikogebiet. Landessanitätsdirektor Gerhard Olexinski gibt zu bedenken: "Es könnten noch mehr werden, die Meldungen treffen oft verspätet ein." Dazu kommt noch der Fall eines 50-jährigen Vorarlbergers, der im Drautal gebissen worden ist. Der Mann sei laut LKH Bregenz wieder ansprechbar, müsse aber noch längere Zeit intensiv behandelt werden; schwere Folgeschäden seien nicht auszuschließen.
Krankheitsbild
Nur bei einem geringen Prozentsatz der Infizierten treten nach einigen Tagen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf, die aber bald wieder verschwinden. Beim Großteil der Biss-Opfer gibt es bei einer Infektion allerdings keine Krankheitszeichen. Nach einigen Tagen kann es zu einem zweiten Fieberschub, sowie Kopfschmerzen und Erbrechen kommen. Schreitet die Erkrankung fort, treten Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma oder Lähmungen auf. Diese Symptome können mehrere Monate anhalten.
Häufig kommt es jedoch selbst nach schweren Verläufen zur völligen Ausheilung. Besonders bei Kindern und Jugendlichen stehen die Chancen sehr gut. Manchmal können aber auch Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, Hörstörungen oder Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme zurückbleiben. Ein bis zwei Prozent der FSME-Erkrankten sterben. Nach einer überstandenen Infektion besteht eine lebenslange Immunität, auch gegen andere Typen des FSME-Virus.
Nur die Impfung schützt
Olexinski rät zur Impfung: "Wichtig ist, die Auffrischungsimpfungen nicht zu versäumen." Empfohlen wird die erste nach drei Jahren, dann alle fünf Jahre und ab dem 60. Lebensjahr wieder alle drei Jahre. Österreichweit wurden heuer bislang schon 15 FSME-Erkrankungen gemeldet.
von Martin Radinger/Kärntner Krone
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