Sie gebe ihrem Kollegen Hotschnig den Preis, "weil er - wie derzeit kein anderer deutschsprachiger Schriftsteller - die literarische Gattung 'Erzählung' behauptet und entwickelt", führt die Juorin Katja Lange-Müller in ihrer Begründung weiter aus, "weil auch (lesende) Autoren von ihm lernen können.
Lebenslauf
Alois Hotschnig wurde am 3. Oktober 1959 in Berg im Drautal geboren. Er studierte Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck. Seit 1989 lebt er als freier Schriftsteller in Innsbruck. Mit seinen Erzählungen "Aus" (1989) und "Eine Art Glück" (1990) und seinem Romandebüt "Leonardos Hände" (1992) etablierte er sich rasch als genau beobachtender und sensibel formulierender Autor in der deutschsprachigen Literaturwelt.
Auszeichnungen
Zu den zahlreichen Auszeichnungen Hotschnigs zählen der Preis des Landes beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (1992), der Anna-Seghers-Preis der Akademie der Künste Berlin (1993), der Italo-Svevo-Preis (2002) und der Österreichische Förderungspreis für Literatur (2003).
Der Erich Fried Preis steht nicht für ein Lebenswerk, sondern soll an Schreibende jüngerer Jahrgänge gehen, die noch eine - hoffentlich große - literarische Zukunft vor sich haben. Er ist vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gestiftet und wird von der Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprache vergeben.
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