Der Anstieg habe vor allem mit den hohen Spritpreisen an Österreichs Tankstellen zu tun. Außerdem habe sich die gestohlene Menge "gewaltig", jedenfalls überproportional zu den Delikten, erhöht: Mit den gestohlenen Tankkarten aus Lastkraftwagen können innerhalb kurzer Zeit mehrere Tausend Euro an Schaden entstehen, denn "1.000 Liter sind schnell runtergetankt, noch bevor der Diebstahl von den Besitzern überhaupt bemerkt wird," erklärte Ulrich.
Diebstähle auf Parkplätzen und Firmenarealen
Am häufigsten sind Lkw auf Parkplätzen und Firmenarealen, die kaum überwacht und oftmals nicht einsehbar sind, betroffen. "Wenn der Tankdeckel nicht abgesperrt ist, kann man mit einer Pumpe oder gar nur mit einem Schlauch sehr einfach abzapfen," meinte der Sicherheitsdirektions-Sprecher. Eingeleitet wird das gestohlene Gut in Kanister oder - wie in den meisten Fällen - gleich in das Fahrzeug der Täter. Das lege den Verdacht nahe, dass andere Lkw-Lenker einfach bei Kollegen abzapfen, während diese schlafen und glauben, ein ruhebedürftiger Straßenkamerad habe sich neben sie geparkt.
Das jüngste Beispiel datiert aus der Nacht zum Donnerstag, als Unbekannte am steirischen Autobahnparkplatz Nestelbach an der Südautobahn aus einem Sattelschlepper rund 1.200 Liter Diesel abgezapft haben. Der 48-jährige Lenker schlief währenddessen in der Fahrerkabine. Die Polizei geht davon aus, dass der Treibstoff mit einer E-Pumpe direkt in ein anderes Schwerfahrzeug umgepumpt wurde.
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