Will Wald aufkaufen
Geheimdienst ermittelt gegen Umweltschützer
Der Chef des britischen Sportartikelherstellers Head hatte erklärt, das gesamte Amazonasgebiet könne für nur 50 Milliarden Dollar (rund 31,7 Milliarden Euro) aufgekauft werden. Auch soll er nach Angaben von Globo bereits 160.000 Hektar Regenwald in Brasilien erstanden haben.
Mit seiner Behauptung wollte Eliasch zum Landkauf in Brasilien animieren. Als Gründer des Projekts "Cool Earth" versucht er Sponsoren für den Erhalt des Regenwaldes zu finden, um diesen vor illegalen Rodungen durch Bauern und Viehzüchter zu schützen.
Für die brasilianische Regierung ist das ausländische Interesse am Amazonas-Gebiet jedoch ein rotes Tuch. Erst kürzlich hatten britische Politiker den lateinamerikanischen Staat verärgert, als sie erklärten, der Regenwald sei zu wichtig für die Menschheit, als dass er von der brasilianischen Regierung allein verwaltet werden könne. "Der brasilianische Amazonas hat bereits einen Besitzer, dieser Besitzer ist das brasilianische Volk", sagte Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva am Montag.
Eliasch, der in London lebt, verfügt über ein geschätzes Vermögen von 790 Millionen Dollar (rund 501 Millionen Euro). Er berät derzeit auch den britischen Premierminister Gordon Brown zum Thema Waldsterben. Für seine Organisation "Cool Earth" erhielt er nicht nur Lob. Kritiker werfen ihm eine Art "grünen Kolonialismus" vor.
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