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06.12.2016 - 08:29
Im Osten der Ukraine kämpfen weiterhin ukrainische Regierungssoldaten gegen prorussische Rebellen.
Foto: AFP

Krim: Plante ukrainisches Militär Terroranschläge?

10.08.2016, 21:05

Russland hat nach eigenen Angaben Terroranschläge des ukrainischen Militärs auf der Halbinsel Krim verhindert. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB teilte am Mittwoch in Moskau mit, einer seiner Agenten sei bei der Verhaftung von angeblichen Terroristen in der Nacht auf Sonntag auf der Krim getötet worden. Am Montag sei dann ein russischer Soldat bei Zusammenstößen mit "sabotierenden terroristischen Gruppen" gestorben. Diese seien vom ukrainischen Verteidigungsministerium entsandt worden.

Russlands Präsident Wladimir Putin beschuldigte die Ukraine, sich "statt für den Frieden für Terror entschieden" zu haben. Die Regierung in Kiew spiele ein gefährliches Spiel, so Putin weiter. Angesichts des Angriffsversuchs auf der Krim sei es sinnlos, mit der ukrainischen Führung Gespräche über eine Friedensregelung für den abtrünnigen Osten des Landes zu führen, sagte Putin. Dort stehen prorussische Separatisten den Truppen der Zentralregierung gegenüber.

Kiew weist Vorwürfe vehement zurück

Das Verteidigungsministerium in Kiew wies jede Beteiligung an den angeblichen Vorfällen zurück. Die Vorwürfe seien "der Versuch, die Umgruppierungen und das aggressive Vorgehen der Militäreinheiten der Russischen Föderation auf der Halbinsel zu rechtfertigen". Ebenso haltlos seien Moskauer Vorwürfe, dass die Krim vom ukrainischen Festland aus beschossen worden sei. Verteidigungsminister Stepan Poltorak nannte die russischen Behauptungen eine Provokation. Unabhängige Berichte zu den angeblichen Vorfällen gab es nicht.

Russland hatte die zur Ukraine gehörende Schwarzmeer- Halbinsel Krim im Frühjahr 2014 annektiert. Kürzlich gliederte Präsident Putin die Krim zudem per Dekret in den Föderationskreis Südrussland ein.

Russische Truppenbewegungen auf der Krim

Am Montag hatte die deutsche "Bild"- Zeitung über massive russische Truppenbewegungen auf der Krim berichtet. Im Osten der Ukraine kämpfen zudem weiterhin ukrainische Regierungssoldaten gegen prorussische Rebellen.

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AG/red
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